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Ăśbungsaufgaben zum Rechnungswesen fĂĽr Auszubildende
Notieren Sie Rechenweg und Ergebnisse (unterstrichen)!
Aufgabe 1 6 Punkte
Das Barvermögen eines verstorbenen Bürovorstehers soll entsprechend seiner testamentarischen Verfügung wie folgt aufgeteilt werden:
a. die Ehefrau soll 1/3,
b. die Tochter 1/5,
c. der Sohn 1/4,
d. 2 Enkel je 1/10 und
e. den Rest von 3000,-- €
die Kirchengemeinde als Spende erhalten.
Welchen Bruchteil des gesamten Barvermögens erhält die Kirchengemeinde?
Wie hoch ist das Barvermögen insgesamt?
Welche Beträge ergeben sich für die Ehefrau, die Tochter, den Sohn und
jedes Enkelkind?
Lösungen:
Der kleinste gemeinsame Nenner fĂĽr die Bruchteile ist 60 (3 x 5 x 4). 10 ist in 4 x 5 enthalten.
Also:
Ehefrau 1/3 = 20/60 tel = 60000,-- €
Tochter 1/5 = 12/60 tel = 36000,-- €
Sohn 1/4 = 15/60 tel = 45000,-- €
2 Enkel 2/10 = 12/60 tel = 36000,-- € (2 x 18000,--)
_________
Summe der Anteile 59/60 tel = 177000,-- €
Weil:
Kirche 1/60
tel = 3000,--
€ __________ ___________
Das Ganze 60/60 tel = 180000,-- €
Anmerkung: Wer nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner gefunden hat, kommt
mit einem größeren, z. B. 120, 240, 360 .. . 600 , auch ans Ziel, wird aber mit dem
Abzug von 1 von 6 Punkten „belohnt“.
Aufgabe 2 7 Punkte
Eine tarifliche Gehaltserhöhung soll ab 1.4.2011 bei Ihnen und Ihren Kollegen und
Kolleginnen zu einer Gehaltserhöhung von 2,6 % führen. Statt 1803,-- € brutto er-
halten Sie lt. Ihrer Gehaltsabrechnung für April 2011 1850,-- € brutto.
a. Können Sie mit dieser Entscheidung Ihres Chefs einverstanden sein? Wie
hoch ist Ihre prozentuale Gehaltserhöhung tatsächlich?
b. Ihre Nettovergütung hat sich von 1360,-- € auf 1389,92 € erhöht. Um welchen
Prozentsatz stieg Ihr Nettogehalt an?
c. Ihre Kollegin in der Anwaltskanzlei Mahnke & Partner erhält 1425,56 €
netto. Um wie viel Prozent ist Ihr Nettogehalt geringer?
Lösungen:
Zu a. 1803,-- € = 100 %
1850,-- € = x
2 P.
________________________
x = 1850 x 100 : 1803 = 102,60676 – 100 = 2,60676 %
oder: 1803,-- € = 100 %
47,-- € = x (der Erhöhungsbetrag)
________________________
x = 47 x 100 : 1803 = 2,60676 %
Antwort: Die Erhöhung beträgt etwas mehr als 2,6 %
Zu b. 1360,-- € = 100
% 1360,--
€ = 100 %
1389,92 € = x bzw 29,92 € .= x
_________________________
__________________________
x = 1389,92 x 100 : 1360 x = 29,92 x 100 : 1360
= 102,2 – 100 = 2,2 % = 2,2 %
2 P.
Antwort: Das Nettogehalt erhöhte sich um 2,2 %
Zu c. 1425,56 € = 100 %
1389,92 € = x
__________________________
x = 1389,92 x 100 : 1425,56 = 97,499929 = 97,5 %
100 % - 97,5 % = 2,5 %
3 P.
Antwort: Das Nettogehalt ist gegenĂĽber dem der Kollegin 2,5 % niedriger
Aufgabe 3 10 Punkte
Ein gewerblicher Schuldner, gegen den unsere Kanzlei im Auftrage eines ansässigen Un-ternehmens ein Mahnverfahren mit Klageandrohung eingeleitet hat, überweist am 4. 3. 2011 nur 2437,-- €. Er hat die
Position Verzugszinsen um 18 € reduziert. Die Zahlung hätte bis zum 25.02.2011 geleistet sein sollen. Am 10.1.2011 wäre der Rechnungsbetrag von 2.400,00 € fällig gewesen. Außer Verzugszinsen wurden auch
Mahnkosten des Gläubigers in Höhe von 22 € berechnet. Die Kosten der anwaltlichen Tätigkeit sollen nach vollständiger Erledigung der Mahnsache ermittelt und eingefordert werden.
a. Wie sah die Berechnung der Forderung des Gläubigers aus?
b. Welchen Zinssatz hatten wir in Rechnung gestellt?
Unter welchen Voraussetzungen ist dies zulässig?
c. Welchen Zinssatz hat der Schuldner seiner Gegenrechnung zugrunde gelegt?
Sie erhalten den Auftrag, dem Schuldner eine erneute Mahnung mit einer Frist-
setzung per 20. 3. 2011 zu senden, darin die Zinsen für die verspätete Zahlung am
4.3. 2011 und für den nicht geleisteten Differenzbetrag für die Zeit ab Fälligkeit
zzgl. einer erneuten Mahngebühr des Gläubigers von 10,-- € zu berechnen.
d. Welche Forderung errechnen Sie mit der Fälligkeit zum 20. 3.2011?
e. Wie begrĂĽnden Sie die Ablehnung der Zinsrechnung des Schuldners?
Lösungen:
Zu a. Die Rechnung unserer Kanzlei enthielt die Schuldsumme von 2400,-- €
zzgl
Mahnkosten des Gläubigers von 22,-- €
zzgl. Verzugszinsen von
33,-- €
________________________________
insg. 2455,--
€
=======
1 Punkt
Zu b. vom 10. 1.2011 bis 25.2.2011 = 45 Tage also:
p = (33 x 100 x 360) : (2400 x 45)
p = 11
%
2 Punkte
Ergebnis: Unsere Kanzlei rechnete mit einem Zinssatz von 11 %
Zu c. 33,-- - 18,-- € = 15,-- €
p = (15 x 100 x 360) : (2400 x
45)
2 Punkte
p = 5 %
Ergebnis: Der Schuldner hat den Zinssatz auf 5 % verkĂĽrzt.
Zu d. Der Schuldner hat noch zu leisten
(1) Verzugszinsen per 25.2.2011 18,00 €
(2) Verzugszinsen fĂĽr die Zeit v. 25.2.2011 bis 4.3.2011
= 9 Tage) auf den Rechnungsbetrag von 2400,-- €
Z = (2400 x 11 x 9) : (100 x 360) = 6,60 €
(3) eine Mahngebühr zugunsten des Gläubigers
10,-- € 3 Punkte
__________
34,60 €
d. Die erneute Mahnung per 20.3.2011 lautet auf eine Forderung in
Höhe von 34,60 €-. Verzugszinsen auf verspätete Zinszahlungen sind rechtlich nicht
zulässig.
Zu e. mit dem Hinweis, dass der Schuldner bereits seit dem 10 .1.2011 im Zahlungsverzug
und damit schadensersatzpfllichtig war, dem Gläubiger von seiner Bank Sollzinsen
in dieser Höhe berechnet wurden, wenn dies nachweisbar ist. Sonst könnte er nur
8% (ĂĽber dem Basiszinssatz von z. Z. 0,12 %) in Rechnung stellen.
2 Punkte
Aufgabe 4 5 Punkte
Das Umsatzsteuerkonto weist am 31.3.2011 eine Summe von 9500,-- € aus. Auf
dem Vorsteuerkonto errechnen Sie einen Saldo von 700 ,-- €
a. Wie buchen Sie, um die Zahllast zu ermitteln? Wie hoch ist die Zahllast im
Monat April?
b. Wie buchen Sie die Zahlung, wenn die BankĂĽberweisung an das Finanzamt
erfolgt?
Lösungen:
Zu a. Buchungen: Verrechnungskonto an Vorsteuer
Betrag: 700,-- €
2 Punkte
Umsatzsteuer an Verrechnungskonto
9500,-- €
DieZahllast ergibt sich danach als Saldo auf dem Konto
Verrechnungskonto = 8800,-- €
1 Punkt
Zu b. Buchung: Verrechnungskonto an Bank 8800,-- €
2 Punkte
Hinweis: Wurden die Buchungen unter Aussparung des Verrechnungskontos fĂĽr die
Umsatzsteuer vorgenommen, kann auch diese Lösung als richtig angesehen
werden.
Aufgabe 5 5 Punkte
a. Sie erhalten zur Bearbeitung eine Rechnung fĂĽr einen gekauften Kopierer ĂĽber
140,-- € zzgl. 19 % Umsatzsteuer. Der Bruttorechnungspreis ist mit 170,-- € an-
gegeben. Ist er zu beanstanden? Wenn ja, wie hoch mĂĽsste er sein?
Lösung: 100 % = 140,-- €
119 % = x
__________________________
x = 140,-- x 119 : 100 = 166,60 €
Ergebnis: Der Bruttorechnungsbetrag ist um 3,40 € zu hoch 1 Punkt
b Wir zahlen per Banküberweisung unter Abzug von 2 % Skonto. Wie ändert
sich der Zahlungsbetrag brutto und wie wird die Anschaffung gebucht?
Lösung: 100 % = 140,-- € netto 26,60
€ Vorst. 166,60 € brutto
98 % = x1 x2 x3
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= 137,20
€ netto 26,07 € Vorst.. 163,27 € brutto
Ergebnis: Der Zahlungsbetrag reduziert sich auf 163,27 €
1 Punkt
Buchung: AVK 137,20 €
Vorsteuer 26,07 € an Bank 163,27 €
3 Punkte
Aufgabe 6 5 Punkte
Wie buchen Sie
a. Banküberweisung der Einkommenssteuer an das Finanzamt 2000,-- €
b. Ein gemahnter Schuldner überweist zugunsten des Gläubigers 1680,-- €, dazu
unsere berechneten Kosten in Höhe von 59,50 € incl. 19 % Umsatzsteuer,
insg. 1739,50 € auf unser Bankkonto.
Lösungen:
Zu a. Privat an Bank 2000,-- €
1 Punkt
Zu b. Bank 1739,50 € an Fremdgeldkonto 1680,-- €
Honorare 50,-- €
Umsatzsteuer 9,50 €
4 Punkte
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